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Keine Chance den Keimen!

Auch wenn es keinen 100-prozentigen Schutz vor Infektionen gibt, so gilt doch für alle
Zahnarztpraxen: ein exzellentes Hygienemanagement ist das A und O. Durch eine gewissenhafte und gründliche Reinigung aller Oberflächen und Medizinprodukte sinkt das Risiko einer Übertragung von krankmachenden Keimen. Damit wird ein erheblicher Beitrag für die esunderhaltung von Patient und Mitarbeiter geleistet und in einer sauberen Umgebung fühlen sich Patienten am wohlsten und kommen gerne wieder.

Hygiene in der Zahnarztpraxis

Längst hat das Thema Hygiene seinen Weg in die Gesetzgebung gefunden. So ist jeder Praxisinhaber dazu verpflichtet, einen Hygieneplan zu erstellen. Dieser legt die internen Arbeits- sowie Verhaltensweisen für die einzelnen Tätigkeitsbereiche sowie Maßnahmen zur Desinfektion, Sterilisation und Reinigung fest. In Kooperation mit dem Deutschen Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ) hat die Bundeszahnärztekammer einen Rahmenplan entwickelt. Er dient Zahnarztpraxen als Grundlage zur Erstellung eines auf ihr jeweiliges Behandlungsspektrum angepassten Hygieneplans.

Optimal ausgerüstet
Um eine saubere Umgebung zu schaffen und ein steriles Arbeiten zu ermöglichen, ist das gesamte Praxis-Team gefragt, vor allem jedoch die PraxishelferInnen. Dabei beginnt die richtige Hygiene bereits vor der Arbeit mit dem gründlichen Händewaschen und -desinfizieren. Hier kommen am besten Flüssigwaschpräparate aus dem Direktspender zum Einsatz. Achtung: Händetrocknen sollte immer mit einem Handtuch zum Einmalgebrauch erfolgen, um eine Übertragung von Keimen zu vermeiden. Mit einer effizienten Händehygiene ist schon viel getan: Nach Angaben der WHO werden bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Ausgestattet mit persönlicher Schutzausrüstung, bestehend aus Einmalhandschuhen, Mund- und Nasenschutz sowie Schutzbrille, kann der Tag beginnen.

Für die Reinigung, Desinfektion, Spülung und Trocknung von Medizinprodukten und Oberflächen aller Art stehen zwei zuverlässige Verfahren zur Verfügung: die maschinelle und manuelle Aufbereitung. Ersteres Verfahren arbeitet im Wesentlichen mit einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG), bei dem Reinigungstabletten und -pulver verwendet werden. Beim manuellen Verfahren sind Desinfektionswanne, -spray und in Desinfektionsmittel getränkte Tücher zum Einmalgebrauch gefragt. Welches Verfahren auf welche Weise am besten zum Einsatz kommt, richtet sich vor allem danach, wo und wie die Instrumente verwendet werden. So benötigen medizinische Produkte, die Kontakt mit Wunden, Blut oder Gewebe haben, speziellere Reinigungsanforderungen als solche, die lediglich mit der intakten Haut in Berührung kommen.

Hygiene in der Zahnarztpraxis

Schnell und gründlich
Bei allen Anforderungen, die es zu beachten gilt, geht es im oft hektischen Praxisalltag vor allem darum, den Spagat zwischen Gründlichkeit und Schnelligkeit zu schaffen. Produkte mit kurzer Einwirkzeit und gleichzeitig breitem Wirkspektrum sind ideale Helfer, um einen optimalen Schutz vor krankmachenden Mikroorganismen zu gewährleisten –  und das im Patiententakt. Speziell für den medizinischen Gebrauch konzipierte und damit sichere Reinigungsmittel sind DGHM (Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie) gelistet und durch den VAH (Verband für angewandte Hygiene) zertifiziert. Für die Reinigung von unkritischen Instrumenten und Oberflächen wie Behandlungsstuhl, Unit- und Türgriffen, Möbel etc. eignen sich Wisch- und Sprühverfahren mit Pumpsprays oder Desinfektionstüchern.

Bei der Wahl des richtigen Reinigungsmittels spielt auch die Materialverträglichkeit eine Rolle. So werden beispielweise Fußböden am besten feucht mit Reinigungsmittel ohne Zusatz von Desinfektionsmittel gewischt. Für das Bad in der Wanne bei Instrumenten wie Bohrer, Feile und Mehrfunktionsspritze haben sich hochprozentige Kombinationspräparate zur gleichzeitigen Reinigung und Desinfektion bewährt. Im Dampfsterilisator erfolgt die abschließende Sterilisation. Die Reinigung kritischer Instrumente wie Extraktionszange sowie Handstück für Laser- und Hochfrequenz-Chirurgiegerät benötigt eine spezielle Ausbildung und darf nur von Fachkräften ausgeführt werden.

Am Ende eines langen Arbeitstages, nachdem alle Behandlungsinstrumente für ihren erneuten Einsatz am nächsten Tag bereitliegen und auch den letzten Viren und Bakterien auf sämtlichen Oberflächen der Garaus gemacht wurde, heißt es nochmal: Händewaschen nicht vergessen! So lässt es sich rundum sauber dem wohlverdienten Feierabend entgegengehen.

Checkliste zum Hygienemanagement

Vor der Arbeit

  • Schmuck (Uhr, Ring etc.) ablegen
  • Hände waschen und desinfizieren
  • Persönliche Schutzausrüstung anlegen

Behandlungsräume

  • Spender für hygienische Handreinigung und -desinfektion stehen bereit
  • Einmal-Kleidung (Handschuhe, Kittel, Mundschutz, Brille) ist ausreichend vorhanden
  • Instrumente und Oberflächen sind steril

Bei der Geräteaufbereitung

  • Reinigung und Desinfektion kontaminierter Oberflächen nach jeder Behandlung
  • Aufbereitung gemäß Risikoeinstufung des Medizinprodukts
  • Auswahl des geeigneten Reinigungsverfahrens und -mittels
  • Aufbereitungsschritte laut Herstellerangaben erfolgt
  • Lagerung und Pflege gemäß Produktanforderung und Risikoeinstufung

Nach der Arbeit

  • Hände waschen und desinfizieren

Tipps & Tricks

  • Für einen optimalen Schutz vor krankmachenden Keimen beim Kauf von Reinigungsmitteln auf den Hinweis DGHM-gelistet/VAH-zertifiziert achten.
  • Bei der Desinfektion und Reinigung von Medizinprodukten immer die Herstellerangaben zur Materialunverträglichkeit beachten.
  • Zum Vermeiden von Sprühnebel das Desinfektionsmittel direkt auf das Wischtuch sprühen.
  • Geräte aus der Desinfektionswanne abschließend mit einem fuselfreien Einweg- oder Einmalhandtuch trocknen.
  • Nach Beendigung eines Reinigungsverfahrens die medizinischen Produkte auf Sauberkeit, Unversehrtheit und Funktionsfähigkeit überprüfen.
  • Nach dem Händewaschen Einmal-Handtuch zum Trocknen verwenden.

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Bildquellen
Abb. 1:  ©ProStockStudio
Abb. 2:  ©alphaspirit

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