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„Sag mal: Ahhhhhh!“

Kinder in der Zahnarztpraxis

Der Behandlungsstuhl ist desinfiziert, Mundspiegel, Sonde und Pinzette liegen fein säuberlich auf dem Arbeitstray, Luft- und Wasserdüsen sind griffbereit – alles ist vorbereitet, der Patient kann kommen. Mit vorsichtigen Schrittchen nähert er sich dem Behandlungszimmer, guckt sich neugierig im Raum um und umklammert dabei seinen Teddy. Nachdem Patient und Teddy auf dem Behandlungsstuhl Platz genommen haben, kommt dann die unweigerliche Aufforderung: „Und jetzt sag mal: Ahhhh!“ Die darauffolgende Reaktion ist für viele Zahnarztpraxen die Stunde der Wahrheit und ein guter Indikator für die Frage: Wie wohl fühlen sich Kinder in unserer Praxis?

Kinder in der Zahnarztpraxis

Kinder sind anspruchsvolle Patienten, die sich nicht einfach von einer fremden Person im Mund „herumfummeln“ lassen – selbst Mama und Papa haben oftmals ihre liebe Not mit dem täglichen Zähneputzen. Hinzu kommt, dass Kinder eine bisweilen andere Sicht auf die Welt haben als Erwachsene. Auf Rumsitzen im Wartezimmer folgt Stillhalten auf diesem riesigen Liegestuhl mit den vielen Armen und Schläuchen. Dabei muss der Mund weit aufgerissen werden, damit diese weiß gekleidete Person einem darin rumstochern kann. Zu allem Überfluss versteckt sie ihren eigenen Mund hinter so einem Papierstück und nur die Augen gucken raus. Und wenn es notwendig ist, will sie mit dieser furchterregend aussehenden und lauten Maschine ein Loch in den Zahn bohren… Würden Sie angesichts einer solchen Prozedur den Mund öffnen?

Kein Raum für Langeweile

Als PraxishelferIn haben Sie sicherlich schon viele Kinder in die Praxis kommen und gehen sehen. Die einen sind besser, die anderen schlechter zum Mundöffnen zu bewegen. Mit der richtigen Motivation und einer kindgerechten Behandlung verwandeln sich die vormals zugeknöpften Zwerge jedoch oftmals in sehr kooperative Patienten. Dabei beginnt eine kindgerechte Behandlung nicht erst auf dem „riesigen Liegestuhl“. Schon beim Betreten der Praxis können Sie als Team viel tun, damit sich Ihre kleinen Patienten wohl fühlen. Das Geheimrezept für zufriedene Kinder lautet dabei: Keine Langeweile aufkommen lassen und kindliche Neugier wecken!

Eine freundliche Begrüßung durch das Zahnarzt-Personal bei Betreten der Praxis ist Pflicht. Auch ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten im Warteraum sorgen für einen guten Start vor der eigentlichen Behandlung. Speziell auf Kinderzahnheilkunde ausgerichtete Praxen haben die kindlichen Bedürfnisse erkannt und die gesamte Praxis fantasievoll und anregend eingerichtet. Ein kindgerecht gestalteter Spielbereich lässt sich aber auch in eine „normale“ Praxis integrieren und sorgt für gute Laune bei den Jüngsten. Bestückt mit Stiften und Papier zum Bemalen, Handpuppen, Kuscheltieren, Fahrzeugen zum Umherschieben, großen Sitzkissen und Bilderbüchern zum Schmökern können sie sich hier entspannen. So bleibt gar keine Zeit, vor der Behandlung über kreischende „Bohrmaschinen“ oder ewiges Stillsitzen und Mund aufmachen nachzudenken.

Kindliche Neugier wecken

Ist es dann endlich soweit, holen Sie das Kind am besten persönlich aus dem Wartezimmer ab und führen es in den Behandlungsraum. Legen Sie sich dafür am besten ein paar kindgerechte „Small-Talk-Fragen“ zurecht á la „Hallo lieber Max! Du hast aber einen schönen Teddy! Wie heißt der denn?“. Damit signalisieren Sie dem kleinen Patienten Ihr Interesse an seiner Person und sichern sich gleich ein paar Sympathiepunkte. Wenn das Kind zum ersten Mal in der Praxis ist, können Sie ihm auch die wichtigsten Räume zeigen und erklären, wo was gemacht wird. Machen Sie sich die kindliche Neugier zu Nutze! Denn diese ist meistens stärker als jede Zahnarztangst.

Putzmodell für KinderSorgen Sie also dafür, dass es bei jedem Zahnarztbesuch etwas zu entdecken gibt und erfinden Sie spannende Geschichten. Damit wird die kindliche Phantasie angekurbelt und der kleine Patient von der eigentlichen Behandlung abgelenkt. Das erfordert Kreativität von Seiten des Praxis-Teams, lohnt sich auf lange Sicht aber. Denn je vertrauter das Kind mit den Praxisräumen, -abläufen und beteiligten Personen ist, desto eher lässt es sich in den Mund schauen und desto lieber kommt es wieder. Dank lustiger Handpuppen mit Gebiss in Gestalt einer Kuh, Dino oder Krokodil wird dann auch die Behandlung zum Kinderspiel. Mit ihnen lassen sich prima Putztechniken demonstrieren oder notwendige Behandlungsmaßnahmen erklären, bevor diese beim Kind selbst angewendet werden.

Gut gemacht!

Bei aller Eile, die manchmal in einer Zahnarztpraxis herrscht, sollte sich das Praxis-Team immer ausreichend Zeit nehmen, um auf die Bedürfnisse der Kleinen einzugehen. Das bedeutet auch, etwas Zeit bei der Übergabe von HelferIn an Zahnarzt einzuplanen. Erklären Sie dem Zahnarzt – in einer dem Kind verständlichen Sprache –, mit wem er es hier zu tun hat, warum der kleine Patient hier ist und was Sie bereits untersucht haben. Sparen Sie auch nicht mit lobenden Worten, wenn das Kind gut mitmacht: „Prima, wie du deinen Mund aufmachst! So können wir alle Zähne gut sehen.“ Angesichts eines solchen Lobes wird sich das Kind bemühen, den Mund noch weiter zu öffnen!

Belohnung für Kinder, Zahnarzt, BehandlungAm Ende einer jeden Sitzung steht dann eine angemessene Belohnung für kooperatives Verhalten während der Behandlung. Dies kann eine Zähnchen-Spielzeugdose oder eine Medaille als besondere Auszeichnung für tapfere kleine Patienten sein. Entlassen Sie das Kind im Anschluss nicht einfach aus Ihrer Obhut, sondern gehen Sie gemeinsam mit ihm zu Mama und Papa ins Wartezimmer und zeigen dort stolz, was der Zahnarzt am Gebiss des Kindes gemacht und wie gut das Kind mitgearbeitet hat. So helfen Sie auch dem Elternteil, richtig mit der Behandlungssituation umzugehen – ohne tröstende Umarmung mit Tränen, sondern Freude über das Ergebnis.

Die passende Ausstattung für eine kindgerechte Behandlung beim Zahnarzt gibt es in unserem kleinDENTAL Online-Shop!

 

Der richtige Umgang mit kleinen Patienten – Top 5

  • Freundlichkeit siegt! Auch kleine Patienten möchten sich in ihrer Person wertgeschätzt fühlen. Ein Lächeln und freundliche Grußworte beim Betreten der Praxis sichern erste Sympathiepunkte.
  • Keine Langeweile aufkommen lassen! Damit Kinder beim Warten auf ihre Behandlung keine Zeit für angstmachende Gedanken haben, bietet eine Spiel- und Entspannungsecke ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten.
  • Kindliche Neugier wecken! In einer Zahnarztpraxis gibt es viel zu entdecken. Beim kindgerechten Zeigen und Erklären der Abläufe und „Werkzeuge“ in der zahnärztlichen Praxis verblasst die Angst vor der Behandlung.
  • Angemessen belohnen! Für langes Stillhalten und Mundaufmachen ist eine kleine Aufmerksamkeit im Anschluss angemessen. Die Überwindung besonderer Zahnarztängste kann mit einer kleinen Medaille honoriert werden.
  • Gelungener Abschluss! Tränenreiches Trösten durch Mama nach „durchgestandener“ Behandlung war gestern. Besser die HelferIn präsentiert gemeinsam mit dem gut gelaunten Kind das tolle Behandlungsergebnis.

Bildmaterial, Quellenangaben:

Abb. 1: ©mbt_studio; www.stock.adobe.com

Abb. 2: ©Kzenon; www.stock.adobe.com

Abb. 3:  ©Drobot Dean; www.stock.adobe.com

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